Zur Stadt Burghausen

Das Leben in der Kuschelmuschel

oder

Die Nordiren in „Burger - hausen“  

Vom 2. bis zum 10. August besuchte uns eine Gruppe von 14 Nordiren hier in Burghausen, mit denen wir gemeinsam die unterschiedlichsten Herausforderungen meisterten, wie Gruppenspiele zur Teambildung, aufregende Bergwanderungen und anstrengende Workshops, doch nicht mal kleinere Probleme wie eine kaputte Spülmaschine, der verschwundene Atzenkoch und kalte Duschen an den Sonntagen (Zitat: „Es gibt keine Wochenendschaltung“) Konnten unsere Freude am Programm und aneinander mindern, denn schließlich hatten wir viele kleine Helfer, die für uns abspülten, außerdem kann man sich sowieso von Pringles ernähren und wozu duschen, wir waren schließlich 2-mal am Wöhrsee.

Zwischen in der Kuschelmuscheln kuscheln, ungesundes Fake-Müsli oder Toasts mit Nutella zu sich nehmen, Cola/ Kaffee zu verschütten und sämtlichen männlichen Austauschschülern die Beine zu wachsen, gingen wir durchaus auch mal raus in die Welt.

Wir besuchten das Rathaus, als Belohnung bekamen wir danach dafür ein Schnitzel im Bayerischen Hof, gesponsert von der Stadt Burghausen. Ernsthafter beschäftigten wir uns mit der deutschen nationalsozialistischen Vergangenheit, nach einigen Vorbereitungsworkshops besuchten wir das KZ Mauthausen. Nach diesem eher bedrückenden Erlebnis ging es dann Richtung Berchtesgaden an den Königssee, trotz vieler Pausen schafften wir es tatsächlich zum Stahlhaus, wo es endlich Bier und Zigarren gab. Nur 89% aller Iren hatten einen Sonnenbrand beikommen und werden deshalb wahrscheinlich 3 Jahre eher sterben. Am nächsten Morgen stolperten wir trotzdem hinab zum Königssee und lauschten der Echo-Trompete voller Begeisterung! Anschließend hatten unsere Nordiren die Gelegenheit einen Einblick in bayerisches Familienleben zu bekommen, die sogenannten „Homevisits“ standen an, die für alle eine bereichernde Erfahrung waren und den Grundstein für einen lustigen Abend legten…Der letzte Höhepunkt unseres gemeinsamen Programms in Deutschland war unser Ausflug in einen Hochseilgarten nach Pehlham, wo viele ihre Ängste erfolgreich zu überwinden lernten und Vertrauen in Leute setzten, die ihnen vor einer Woche noch unbekannt waren. (Leider störten triviale Ausrufe wie: „Oh, my balls!“ die friedliche Ruhe auf dem Gelände). Bevor uns unsere Gäste nach einer viel zu schnell vergangenen Woche verließen, erleichterten sie zuvor noch den Wackerfanshop um etliche Trikots.

Danach packten sie ihre neu hinzugegewonnenen Schätze zu ihren anderen Habseligkeiten, wobei sie nur Kleinigkeiten zurückließen. Wir haben 1000 gute Gründe zu einem Gegenbesuch nach Craigavon aufzubrechen, unsere Nordiren hätten uns nicht mit zurückgelassenen Klamotten ködern müssen…Jetzt warten wir mit gespannter Vorfreude darauf am Mittwoch endlich nach Nordirland zu fliegen und alle Leute wiederzusehen, um dort eine mindestens so gute Zeit zu erleben, wie wir sie bereits in Burghausen hatten. An dieser Stelle gilt unserer besonderer Dank an Jugend für Europa, Herrn Oberstudiendirektor Huber, Herrn Josef Hierl, die Stadt Burghausen, die Tourist Info Burghausen, das THW Altötting, das BRK Burghausen, die Bäckerei Burghausen, das Kaufland und die VHS.  

Laura Baumann, Magdalena Führer